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"Jeder Unterricht ist auch Sprachunterricht" - Dies zeigt sich ganz besonders durch Kommunikationsorientierung, Lehrersprache und Medieneinsatz.
Was heißt das genau?
Kommunikationsorientierung wird z. B. erkennbar durch
die besondere Wertschätzung guten Zuhörens auf Lehrer- wie auf Schülerseite
klare Vereinbarungen über Regeln des miteinander Umgehens
eine Kultur des miteinander Redens
kommunikationsfördernde Unterrichtsmethoden wie Partner- und Gruppenarbeit, Rollenspiele u. Ä.
Die Lehrersprache ist gekennzeichnet durch
eine deutliche, gute Aussprache
klare Betonungen und variablen Stimmeinsatz
variable Sprechgeschwindigkeiten
akzentuiertes Sprechen bei längeren Wörtern
korrekte Bildung kurzer Haupt- und Nebensätze
Vermeidung von unstrukturiertem Wortschwall
angemessene Redundanz (Wiederholungen wo nötig)
verbessernde Rückmeldungen (sog. "korrektives Feedback")
Der Medieneinsatz in unserem sprachförderndem Unterricht hat folgende Besonderheiten:
Verstärkte Bild- und Symbolunterstützung in allen Fächern
Arbeitsmaterialien, die hinsichtlich ihrer sprachlichen Anforderungen auf das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler abgestimmt werden
Erinnerungshilfen auf den Schülertischen (soweit nötig)
Arbeit mit Ton- und Videoaufnahmen, die eine Selbstreflexion und Verbesserung des Sprechens ermöglichen
Die Umsetzung dieser Prinzipien folgt den Grundgedanken des sog. "sprachtherapeutischen Unterrichts", die in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen dargelegt wurden. Sie beruhen auf einem Konsens, der seit vielen Jahren durch die Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e. V. vertreten wird.
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